Sie sind dabei, sich auf eine kurze und doch ungewöhnliche Reise zu begeben, um Nepals Himalaya und die dort heimischen Menschen zu erleben, die selber ziemlich ungewöhnlich sind.

Tourismus in Nepal gibt es gerade mal seit etwas über 50 Jahren. Die Nepalesen leben noch sehr stark ihre alten Traditionen und religiösen Gewohnheiten. Die regionale Vielfalt (20 Sprachen und viel mehr Dialekte, 4 Haupt- und viele Unterkasten, 36 ethnische Gruppen, sogar 4 verschiedene Neujahre und 3 grundverschiedene Schriften) ist die Basis der nepalesischen Toleranz gegenüber anderen, vor allem der Besucher, die als ‚verehrte Gäste‘ (Athitis) gelten.

TagReiseteilÜbernachtungMahlzeit
1Kathmandu (Flugh. oder Stadt) – NagarkotNagarkotA
2Nagarkot – Changu Narayan – BhaktapurBhaktapurF
3Bhaktapur – Patan – NuwakotNuwakot (The Famous Farm) F,A
4Nuwakot – BandipurBandipurF,M,A
5Bandipur – Begnas LakeBegnas Lake ResortF,M,A
6Begnas Lake – PokharaPokharaF,M
7PokharaPokharaF
8Pokhara – KathmanduKathmanduF
9KathmanduKathmanduF,A
10Kathmandu – Abreise

Tag 1 – Kathmandu – Nagarkot

Sie werden am Flughafen oder in Ihrem Hotel abgeholt und nach Nagarkot (2.175m) gebracht. Hier findet ein kurzes Einführungsgespräch mit Ihrem Reiseleiter statt, der Sie über den grundsätzlichen Ablauf der ganzen Reise informieren wird.

Aus unserer Sicht ist es die beste Wahl, eine Nepal-Reise zu beginnen, wenn man zuerst einmal zum östlichen Rand des Kathmandu Tales, auf den Höhenrücken von Nagarkot hinauffährt. Von hier aus hat man bei klarem Wetter atemberaubende Blicke auf die kantigen Himalaya-Gipfel inklusive Mt. Everest.

Ein Nachmittagsspaziergang führt Sie durch den Ort (mit vielen Hotels und Gasthäusern) über den Höhenrücken bis hin zu einem Aussichtsturm, von dem aus Sie einen der besten Ausschnitte der Himalaya-Bergkette genießen können. Im Anschluss geht es zum Willkommens-Abendessen, wo Sie schon einmal die ersten Eindrücke der nepalesischen Küche sammeln können.

Tag 2 – Nagarkot – Changu Narayan Tempel – Bhaktapur

Für Frühaufsteher bietet sich der Sonnenaufgang als weiteres großartiges Erlebnis dieser gigantischen Bergkette an.

Nach dem Frühstück starten Sie den ersten Kulturtag dieser Reise. Zuerst besuchen Sie die Tempelanlage Changu Narayan, die seit 1979 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen, aber nicht in vielen Rundreisen enthalten ist. Der Tempel im Pagodenstil wird als eines der großartigsten künstlerischen Vermächtnisse der Licchavi-Ära angesehen. Man glaubt, dass dies der älteste Hindu-Tempel im Kathmandu Tal ist, vermutlich aus dem frühen 3. Jahrhundert. Tantrische Einflüsse aus Tibet kann man in den großartig geschnitzten Dachstreben mit den 10 Inkarnationen Vishnus erkennen. Im Tempelhof befinden sich außergewöhnlich viele und schöne Steinskulpturen, die die frühere große Bedeutung dieses Tempels wiederspiegeln.

Von dem Bergrücken mit der Tempelanlage fahren Sie nun hinunter ins Tal nach Bhaktapur. Die dritte der 3 Königsstädte wurde im 9. Jahrhundert gegründet und ist wie eine Meeresschnecke geformt. Sie prahlt geradezu mit einer Ansammlung von Tempeln, die vom „Palast mit den 55 Fenstern“, erbaut von König Bhupatindra Malla (1696-1722), überragt werden. Der Nyatapola Tempel ist das beste Beispiel des Pagodenstils (5 Dächer) und er ist zudem mit 30m der höchste Tempel des Kathmandu Tales. Ein deutsches Hilfsprojekt brachte der Stadt Pflasterung und ein Abwassersystem – trotzdem konnte Bhaktapur ihre mittelalterliche Kultur (besonders im Vergleich mit den anderen zwei Königsstädten) am besten bewahren. Die traditionellen Handwerke sind Weben, Töpfern und die Herstellung von Fächern; die Häuser sind aus Ziegeln gebaut und haben außerordentlich schöne Holzschnitzereien als Dekoration.

Von früh (ab 4 Uhr) bis spät in die Nacht werden dauernd die unzähligen Tempel besucht, mit den verschiedensten Opfergaben (Blumen, geopferte Tiere, Nahrungsmittel), Musik (Trommeln und Hörner) und immer mit dem Klingeln der kleinen und großen Glocken.

Tag 3 – Bhaktapur – Patan – Nuwakot

Von Bhaktapur aus geht es heute in eine andere Königsstadt, nach Patan (auch Lalitpur = genannt), die am Südufer des Bagmati-Flusses liegt. Auch diese Altstadt mit dem Durbar Square (Königsplatz) lässt sich am besten per Fuß erkunden. Patan ist die Stadt der feinen Künste und wird von vier Stupas eingeschlossen, die vermutlich vom Herrscher Ashoka im 3. Jahrhundert erbaut wurden. Sein Königsplatz ist eine bezaubernde Mischung aus Palastgebäuden, künstlerischen Innenhöfen und wunderschönen Pagoden aus dem 12. – 16. Jahrhundert. Als Weltkulturerbe ist die Anlage um den früheren königlichen Palast das Zentrum von Patans religiösem und sozialem Leben, und beherbergt ein Museum mit internationalem Standard, in dem eine Auswahl an Bronzestatuen und religiösen Objekten ausgestellt sind.

Nach dem Besuch der Altstadt kann eine Tibetische Teppichweberei besucht werden; danach gibt es in einem der vielen kleinen Restaurants mit Aussicht auf den Durbar Square Mittagessen.

Nun verlassen Sie das Kathmandu Tal über den Pass (ca. 2070m) bei Kakani, im Norden der Stadt, in Richtung Langtang Himal. Sobald man über den Talrand gefahren ist, betritt man eine andere Welt: die Welt der atemberaubenden Blicke sowie die der Ansichten und Geräusche des ländlichen Nepals.

In Nuwakot treffen Sie auf den Ausgangspunkt der jüngeren nepalesischen Geschichte, denn von hier aus hat König Prithvi Narayan Shah 1769 mit seiner Gorkha Armee das Kathmandu Tal erobert und Nepal zu seiner heutigen Form vereint.

Als einzige Übernachtungsmöglichkeit steht hier „The Famous Farm“ zur Verfügung, eine im alten newarischen Stil restaurierte Farm mit Tieren und organischem Gemüseanbau – ein echtes Kleinod!

Tag 4 – Nuwakot – Bandipur

Morgens besuchen Sie den geschichtsträchtigen Durbar Square von Nuwakot Bazaar mit Fort, 7-stöckigem Palast sowie einem goldgedeckten Shiva-Tempel. Vom Ende des Bazaars, der sich auf einem Bergrücken befindet, haben Sie einen weiten Blick über die Hügel und Täler um den Gebirgsfluß Trisuli.

Genau zu diesem Trisuli führt die Reise nun hinunter und eine Weile an ihm entlang, gen Süden, später gen Westen. Ziel ist das ‚warme Herz Nepals‘, die Hügelkette zwischen dem Hochgebirge des Himalaya und dem Terai (= Flachland). Am Trisuli Centre, einem kleinen Dorf am Highway, sehen Sie ein gelungenes Beispiel von kreativer Entwicklungs-Selbsthilfe. Die Dorfbewohner haben eingesehen, dass nur sie selber ihr Dorf entwickeln können und haben angefangen, kleine Verbesserungen durchzuführen (Müll sammeln und Abfall organisieren, Wege verbessern, Fassaden verschönern, usw.). Zudem gibt es hier den „Big Fig“, einen riesigen Banyan Baum mit langen Luftwurzeln zu besichtigen.

In Bandipur treffen Sie auf ein kleines ehemaliges Handelsstädtchen, das auf einer Hügelkette auf der Strecke zwischen Kathmandu und Pokhara liegt, ca. 800 m höher als der Highway. Von hier aus haben Sie im Norden eine gute Aussicht auf den Himalaya (Dhaulagiri, Annapurna-Massiv, Manaslu und Ganesh Himal) und im Süden über das flacher werdende Hügelland. Das Newar-Städtchen ist im Kern verkehrsberuhigt und Sie fühlen sich hier ins Mittelalter zurückversetzt. Die Kinder spielen auf der gepflasterten Straße und Sie können wie in der Toskana im Straßencafé sitzen und dem Treiben zusehen.

Tag 5 – Bandipur – Begnas Lake

Sie haben den ganzen Vormittag zur Verfügung, um das Städtchen und die Umgebung zu erkunden. Die Architektur ist besonders von der Handelstätigkeit der Newari geprägt. Gehandelt wurde hier zwischen Indien und Tibet ab dem 18. Jahrhundert mit Seide, Baumwolle, Salz, Reis, Tabak und später mit Fertigwaren wie Laternen, Spiegeln, Streichhölzern usw., größtenteils von kleinen Armeen von Trägern getragen.

Im „The Old Inn“, dem ersten Haus und der ersten Wahl am Platz, können Sie sich ganz dem alten Stil hingeben – Sie werden viele kleine architektonische und dekorative Details entdecken. Genießen Sie zudem die lokale und organische Küche des Hauses, während Sie auf den Terrasse sitzen die schneebedeckten Gipfel des Himalayas betrachten.

Am Nachmittag verlassen Sie Bandipur und fahren in Richtung Pokhara. Kurz vor der zweitgrößten Stadt Nepals nehmen Sie jedoch die Abzweigung nach Norden zum Begnas Lake, wo Sie mit kleinen Booten über den See gerudert werden, um Ihr Hotel zu erreichen. Von hier aus lässt sich die ganze Schönheit erahnen, die der Annapurna Gruppe und vor allem dem Machhapuchare (auch Fischschwanz-Berg genannt) nachgesagt wird. Genießen Sie die friedliche Ruhe zwischen Reisfeldern, traditionellen bunten Gewändern und Farmhäusern vor den gigantischen Bergen.

Tag 6 – Begnas Lake – Pokhara

Der heutige Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung – Sie können gemütlich auf der Terrasse einen Kaffee trinken und die Berge aus der Ferne ansehen oder sich auf verschieden langen Wanderungen austoben.

Am Nachmittag fahren Sie das kurze Stück nach Pokhara, das am großen Phewa See liegt. Pokhara ist an der Lakeside entlang recht touristisch, aber auch sehr entspannt mit breiten Straßen und vielen Cafés und Restaurants am Seeufer. Eines davon wird sicherlich Ihrem Geschmack entsprechen und Sie werden die angenehme Atmosphäre genießen.

Tag 7 – Pokhara

Ein ganzer Tag zur freien Verfügung:
Sie können sich einen Bergführer buchen und nach dem unvergesslichen Sonnenaufgang von Sarangkot aus eine Tageswanderung machen. Dabei werden Sie von den Annapurnas begleitet.

Für weniger Sportliche bietet sich eine Bootsfahrt über den See an, mit anschließendem Aufstieg zur Peace Pagoda, von der aus man einen guten Blick über den Phewa See, Pokhara und die Annapurnas hat.

Natürlich können Sie auch einfach im Hotel oder in der Stadt bleiben, in den vielen kleinen Lädchen Souvenirs einkaufen oder faulenzen

Tag 8 – Pokhara – Kathmandu

Mit einer kleinen Maschine fliegen Sie nach Kathmandu, und können nun den Himalaya auch von oben bewundern. Genießen Sie noch einmal die Ruhe, denn in Nepals Hauptstadt ist der Verkehr chaotisch und entsprechend laut. Am besten gehen Sie zu Fuß oder nehmen eine Fahrradrikscha.

Die Altstadt von Kathmandu besteht aus vielen kleinen Sträßchen, Plätzen und bunten Märkten mit Tempeln überall. Hier werden Sie den Tempel der Lebenden Kindgöttin besuchen, die die Grüße der Gläubigen vom Balkon ihres Wohn-Tempels aus annimmt. Kasthamandap, ein Tempel, der aus dem Holz eines einzigen Baumes besteht, der Durbar Square (Königsplatz) und einige weitere Tempel befinden sich unterhalb des Hanuman Dhoka Palastes, der ehemaligen Residenz der nepalesischen Könige.

Tag 9 – Kathmandu

Möglicherweise haben wir das Beste bis zum Schluss aufgehoben. Heute besuchen Sie die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Der Boudhanath Stupa ist einer der größten seiner Art weltweit. Vier Augenpaare, in alle Himmelsrichtungen gerichtet, achten auf rechtschaffenes Verhalten und menschlichen Wohlstand. Der König Man Dev hat diesen buddhistischen Stupa auf Geheiß der Göttin Mani Jogini gebaut. Er ist auf einem achteckigen Fundament gebaut, in dem seitlich Gebetsmühlen eingefasst sind. Häuser von Lamas und buddhistischen Priestern, sowie Klöster umrahmen die Kultstätte. Bitte achten Sie darauf, den Stupa nur (buddhistisch korrekt) im Uhrzeigersinn zu umrunden. Von einem der Cafés oder Restaurants auf den umliegenden Dächern kann man das Treiben sehr gut beobachten.

Pashupatinath, 5 km östlich der Innenstadt Kathmandus gelegen, ist einer der heiligsten Hindu-Tempel, dem Lord Shiva gewidmet. Der Tempel befindet sich in einer Grünanlage, die am Ufer des heiligen Bagmati-Flusses liegt. Er ist im Stil einer Pagode gebaut und hat ein vergoldetes Dach und reich verzierte und geschnitzte Türen aus Silber. Sie können den Tempel nur vom Ostufer des Bagmati aus betrachten, da das Betreten des Tempels für Nicht-Hindus strengstens verboten ist. Pashupatinath ist das Zentrum der jährlichen Pilgerreise am Feiertag des Shivarati, welcher im Februar/März gefeiert wird. In der Nähe des Tempels befindet sich die Einäscherungsanlage.

Die vermutlich 2000 Jahre alte buddhistische AnlageSwayambunath befindet sich ca. 4 km westlich der Innenstadt auf einem Hügel (ca. 77m über dem Tal). Das zentrale Bauwerk ist der Stupa, eine solide Halbkugel aus Ziegeln und Erde, auf der ein konisch zulaufender Turm sitzt. Auf allen vier Seiten des Turms sind die alles-sehenden Augen des Lord Buddha aufgemalt. Es ist einer der schönsten Stupas weltweit. In der Anlage befinden sich zudem viele kleine Chaityas und Pagoden Tempel. Von hier oben aus haben Sie einen guten Blick über das ganze Kathmandu Tal und sehen bei gutem Wetter auch ein paar Gipfel des Himalaya. Achten Sie jedoch auch auf die Affen, die durchaus aggressiv werden können, wenn sie Ihnen etwas (z.B. Plastiktüte) abnehmen wollen.

Leider ist heute der letzte Tag der Rundreise – Ihr Reiseleiter geht mit Ihnen in ein traditionelles Lokal, wo Sie noch einmal typische Gerichte aus der Region genießen können.

Tag 10 – Kathmandu / Abreise

Im Angebot inbegriffen:

  • 9 Übernachtungen in Gasthäusern und Hotels, je nach gebuchterKategorie
  • Mahlzeiten gemäß Kurzübersicht Reiseverlauf (F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen)
  • Flughafentransfers (Ankunft und Abreise), wenn direkt vor/nach der gebuchten Reise
  • Alle Transfers gemäß Reiseverlauf
  • Flüge gemäß Reiseverlauf
  • Englischsprachiger Reiseleiter (deutschsprachiger Reiseleiter gegen Aufschlag möglich)
  • Eintrittsgelder (Sehenswürdigkeiten, Museen, Attraktionen) gemäß Reiseverlauf
  • Gepäckservice in den Hotels (1 Gepäckstück pro Person) – nicht in Gasthäusern

Nicht im Angebot inbegriffen:

  • Einreisevisum für Nepal
  • Internationale Flüge und Flughafensteuern
  • Flughafentransfers (Ankunft und Abreise), wenn Sie nicht direkt vor/nach der gebuchten Reise ankommen/abreisen
  • Mahlzeiten, die nicht in der Kurzübersicht Reiseverlauf aufgeführt sind
  • Erfrischungen, Getränke, Trinkgelder, Kosten die durch Erdrutsche/Straßenblockaden/Flugstreichungen entstehen, jegliche Form von Hilfs- und Evakuierungsmaßnahmen, persönliche Ausgaben und Versicherungen
  • Alle weiteren Kosten, die im obigen Reiseverlauf nicht aufgeführt sind

 10 Tage / 9 Nächte

Reiseart: Rundreise mit kulturellen Höhepunkten (1 nationaler Flug)

Unterbringung: Mischung aus Standard und Deluxe

Beste Reisezeit: Oktober bis Dezember, Februar bis April

Preise auf Anfrage

Kombinierbar mit: kurzen Treks in der Annapurna Region